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„Diabetes@Work – Initiative zeigen für eine gesunde Arbeitswelt!“

Am 22. November 2016 in Berlin – im Atrium der Reinhardtstraßenhöfe
18.00 – ca. 20.45 Uhr (Empfang mit Rahmenprogramm ab 17.00 Uhr)

Diabetes at Work

Am Dienstag, 22. November 2016, fand das Hauptstadtevent der Initiative Diabetes@Work in Berlin statt.

FILM ÜBER DIE INITIATIVE DIABETES@WORK

Programm Moderation: Andrea Ballschuh, TV-Moderatorin
Ab 17.00 Uhr Empfang und Rahmenprogramm mit Information über betriebliche Gesundheitsangebote
18.00 Uhr Begrüßung zur Veranstaltung mit Vorstellung der Initiative Diabetes@Work durch Dr. Gerd Kräh, Director Government Affairs Lilly Deutschland/Diabetes@Work
18.10 Uhr Grußwort von Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz – Rück- und Ausblick auf gesundheitsfördernde Gesetzesinitiativen
18.30 Uhr Keynote von Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Chronische Krankheiten am Arbeitsplatz – Herausforderungen und Perspektiven aus bundespolitischer Sicht
18.50 Uhr Diabetes@Work vor Ort: Filmvorstellung mit Erfahrungen und Best Practices aus vier Länderstationen
19.05 Uhr

Diabetes@Work trifft Politik: Diabetes und chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt – Was kann und muss die Bundespolitik nun tun?

  • Maria Michalk, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Kordula Schulz-Asche, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion
  • Martina Stamm-Fibich, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die SPD-Bundestagsfraktion
  • Birgit Wöllert, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die DIE LINKE-Bundestagsfraktion
  • Franz Knieps, Vorstand BKK Dachverband/Diabetes@Work
  • Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident VDBW/Diabetes@Work
  • Volker Weber, Vorsitzender IG BCE Hessen-Thüringen/Diabetes@Work
20.30 Uhr Ausblick von Dr. Gerd Kräh: Diabetes@Work, quo vadis?
Im Anschluss Get Together

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung Bildaufnahmen gemacht werden. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung auf der Webseite der Initiative Diabetes@Work www.diabetesatwork.de einverstanden.

BERICHT ZUR VERANSTALTUNG

„Initiative zeigen für eine gesunde Arbeitswelt!“ - Hauptstadtevent der Initiative Diabetes@Work am 22.11.2016
 

Diabetes ist die zentrale Herausforderung in der Arbeitswelt, so ein Zwischenfazit der Initiative Diabetes@Work. Laut Weltgesundheitsorganisation leiden in Deutschland mehr als 7,5 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 – Tendenz steigend. Dabei ist ein Trend erkennbar: Diabetes trifft immer häufiger Menschen im berufsfähigen Alter. Eine ernstzunehmende Entwicklung für Unternehmen, die ein Risiko für die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darstellt.
 

Wie können chronisch kranke Beschäftigte sowohl präventiv als auch kurativ unterstützt werden, damit ihre Beschäftigungsfähigkeit erhalten bleibt? Wie schaffen es Unternehmen passende Gesundheitsangebote zu unterbreiten und wie können sie dabei von Politik und Fachwelt bestmöglich unterstützt werden?
 

Seit 2013 sammelt die Initiative Diabetes@Work Antworten auf diese und weitere Fragen. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Gesundheit, Hermann Gröhe, stellte die Initiative am 22. November ihre Erfahrungswerte und Kernergebnisse einem hochrangigen Publikum aus Bundespolitik, Fachgesellschaften und Unternehmen vor.
 

Begruessung Kraeh
Begrüßung der Teilnehmer und Vorstellung der Initiative durch Dr. Gerd Kräh, Director Government Affairs bei Lilly Deutschland, Partner der Initiative Diabetes@Work
 

„Gesundheitsförderung ist eine Netzwerkaufgabe“
Dr. Gerd Kräh von Lilly Deutschland, Partnerunternehmen der Initiative Diabetes@Work begrüßte die rund 85 Teilnehmer zur Veranstaltung und stellte zunächst die Initiative vor. „Die Partner von Diabetes@Work haben es sich zum Ziel gesetzt, Lösungsvorschläge aus der Arbeitswelt für den Umgang mit der Volkskrankheit Diabetes in die öffentliche und politische Diskussion zu bringen“. Klar sei geworden: Unternehmen erkennen zunehmend, dass es sich lohnt, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. Das habe die Initiative bei namhaften Unternehmen vor Ort erfahren, so Gerd Kräh, der seinen Dank an die Fraport AG, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, ContiTech AG und Siemens AG richtete. Bei verschiedenen Veranstaltungen bei den Unternehmen vor Ort, sogenannten „Länderstationen“ wurde deutlich:
Unternehmen benötigen Unterstützung bei der Etablierung betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen. „Gesundheitsförderung ist eine Netzwerkaufgabe, insbesondere die Politik ist gefragt, hierbei mit geeigneten Rahmenbedingungen zu unterstützen“, schilderte Kräh.
 

Stroppe Kramme

Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, und Anette Kramme, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales brachten in ihren Impulsvorträgen der Initiative Diabetes@Work große Anerkennungen entgegen
 

„Der Erfahrungsaustausch ist wichtig für weitere regulatorische Schritte“
Die Impulsvorträge von Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, und Anette Kramme, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales unterstrichen die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas Prävention und Kuration chronischer Erkrankungen in der Arbeitswelt. Lutz Stroppe brachte seine Anerkennung für die Initiative zum Ausdruck: „Ich bin Diabetes@Work dankbar für die heutige Veranstaltung, denn der Erfahrungsaustausch zum Umgang mit chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt ist wichtig für weitere regulatorische Schritte“. Die identifizierten Best Practices seien gute Beispiele der betrieblichen Gesundheitsförderung, wichtig sei nun die Frage: „Wie lassen sich geeignete Modellprojekte in die Breite tragen und wie können kleine- und mittelständische Unternehmen davon profitieren?“ Für diese Aufgabe stellte Stroppe u.a. die Bedeutung der Betriebsärzte heraus: „Betriebsärzte sind Schlüsselfiguren in der Prävention und gewährleisten einen niederschwelligen Zugang zur Gesundheitsprävention“.
 

„Unternehmen stellen das größte Präventionssetting dar“ an
Anette Kramme spannte den Bogen zwischen der gesundheits- und arbeitspolitischen Verantwortung: „Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz sind zentrale Staatsaufgaben“. Dabei appellierte sie an Unternehmen, Arbeitsschutz- und Präventionsmaßnahmen erfolgreich umzusetzen und ihre Verantwortung ebenfalls wahrzunehmen: „Unternehmen stellen das größte Präventionssetting dar. Dort können auch diejenigen erreicht werden, die sonst keinen Zugang zu Präventionsmaßnahmen suchen“. Zudem zählte sie Chancen für Arbeitgeber auf: „Arbeits- und Gesundheitsschutz lohnt sich – sie führen zu leistungsstarken Mitarbeitern, halten Fachkräfte im Unternehmen und erhöhen die Attraktivität des Arbeitgebers.“
 

Ballschuh Film Initiative

Fernsehmoderatorin Andrea Ballschuh führte durch den Abend und stellte den Film über die Initiative Diabetes@Work vor
 

Filmpremiere über die Initiative Diabetes@Work
Ein Highlight des Abends war die Filmpräsentation über die Initiative Diabetes@Work. Der Film stellt die Initiative und Diskussionsergebnisse der vorherigen Veranstaltungen sowie konkrete Beispiele der betrieblichen Gesundheitsförderung vor. Die nachfolgenden Kernbotschaften waren schließlich Ausgangspunkt für die Podiumsdiskussion zwischen Partnern der Initiative und Abgeordneten aller Bundestagsfraktionen.
 

  • Versorgung stärken, z.B. durch Vernetzung der zentralen Akteure vor Ort
  • Verantwortung übernehmen, z.B. Betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe begreifen
  • Information & Aufklärung voranbringen, z.B. durch Sensibilisierung für einen gesunden Lebensstil und ernährungsbewusstes Verhalten
  • Rahmenbedingungen verbessern, z.B. durch eine Nationale Diabetes-Strategie und Unterstützung von kleinen und mittelständischen Betrieben

 

Podiumsdiskussion Podiumsdiskussion

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion von v.l.n.r.: Maria Michalk, MdB (CDU); Kordula Schulz-Asche, MdB (Bündnis90/Die Grünen); Martina Stamm-Fibich, MdB (SPD); Birgit Wöllert, MdB (Die LINKE); Moderatorin Andrea Ballschuh; Franz Knieps (BKK Dachverband); Dr. Wolfgang Panter (VDBW); Volker Weber (IG BCE Hessen-Thüringen)
 

Diabetes und chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt – was kann und muss die Bundespolitik nun tun?
Diese Frage stellte sich in einer abschließenden Podiumsdiskussion den Bundestagsabgeordneten Maria Michalk (CDU), Martina Stamm-Fibich (SPD), Kordula Schulz-Asche (Bündnis90/Die Grünen) und Birgit Wöllert (Die LINKE) sowie den Partnern der Initiative Diabetes@Work Franz Knieps, Vorstand BKK-Dachverband, Dr. Wolfgang Panter, Präsident VDBW und Volker Weber, Vorsitzender IG BCE Hessen-Thüringen.
 

Die vier Gesundheitspolitikerinnen und die Diabetes@Work-Repräsentanten waren sich einig, dass das Präventionsgesetz eine gute Grundlage zur Prävention chronischer Krankheiten wie Diabetes darstelle, bisher aber noch unzureichend umgesetzt werde. „Es bedarf nach wie vor einer besseren Vernetzung regionaler Akteure, z.B. durch einen effektiven Ausbau der im Präventionsgesetzt verankerten Koordinierungsstellen. Durch sie können ein unbürokratischer Zugang zu Gesundheitsmaßnahmen sichergestellt und regionale Gesundheitsangebote effektiver genutzt werden“, betonte Dr. Panter. Kordula Schulz-Asche übte Kritik an der mangelnden Einbindung von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Präventionsgesetz und forderte dies bei einer Evaluierung zu berücksichtigen.
 

Einigkeit herrschte auch darin, dass es eines offenen Umgangs mit chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt bedarf. Birgit Wöllert wies dabei auf die Verantwortung von Führungskräften hin. Diese sollten eine Betriebsatmosphäre schaffen, die einen vertraulichen Umgang mit dem Thema ermöglicht. Volker Weber beschrieb in diesem Zusammenhang eine weitere Aufgabe des Arbeitgebers: „Oft verstehen Beschäftigte nicht, warum sich Arbeitgeber um ihre Gesundheit kümmern. Mitarbeitern sollten die Vorteile betrieblicher Gesundheitsförderung aufgezeigt werden, damit betriebliche Präventionsangebote auch angenommen werden.“
 

Kontrovers diskutiert wurde die Nationale Diabetes-Strategie. Maria Michalk plädierte für eine Verabschiedung noch in dieser Legislaturperiode. „Bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion steht die Nationale Diabetes-Strategie ganz oben auf der Agenda“. Franz Knieps unterstrich ihre dringende Notwendigkeit im Hinblick auf den „Diabetes-Tsunami, der auf die Gesellschaft zurollt“. „Eine Nationale Diabetes-Strategie sollte konkrete Ziele und die Evaluation bereits eingeführter Maßnahmen beinhalten, um bundesweite Standards für qualitativ hochwertige Prävention und Behandlung zu schaffen.“ Martina Stamm-Fibich stellte die Position der SPD-Bundestagsfraktion heraus und betonte die Wichtigkeit einer Indikationsfeld-unabhängigen Gesamtstrategie.
 

In der Diskussion wurde zudem Handlungsbedarf im Bereich der Steuerpolitik deutlich. Dr. Panter erklärte: „Sobald gesundheitsfördernde Leistungen einen bestimmten Betrag übersteigen, muss der gesamte Betrag als geldwerter Vorteil besteuert werden.“ Er forderte die Bundespolitik auf, gesetzlich zu regeln, dass nur der Betrag zu versteuern ist, der über den Freibetrag hinausgehe sowie diesen generell anzuheben. Dieser Hinweis aus der Praxis traf auch im Publikum auf große Zustimmung und wurde von den Politikerinnen dankend aufgenommen.
 

Podiumsdiskussion Podiumsdiskussion

Beim anschließendes Get-Together bot sich Gelegenheit zum Vertiefen der Diskussion und „Netzwerken“
 

Im Anschluss wurde die rege Diskussion bei Snacks und Getränken im Atrium der Reinhardtstraßenhöfe fortgeführt. Im nächsten Jahr engagiert sich Diabetes@Work weiterhin für den Umgang mit chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt. Mit Blick auf die Bundestagswahl und neue politische Initiativen freut sich Diabetes@Work bereits auf den weiteren Austausch.
 

GRUßWORT VON STAATSSEKRETÄR STROPPE

Grußwort von Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: „Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz – Rück- und Ausblick auf gesundheitsfördernde Gesetzesinitiativen“
 

anlässlich des Hauptstadtevents der Initiative Diabetes@Work
am 22. November 2016 in Berlin
 

Sehr geehrte Frau Kramme,
sehr geehrte Partner der Initiative Diabetes@Work: Herr Dr. Kräh (Lilly Deutschland), Herr Knieps (BKK DV), Herr Dr. Panter (VDBW), Herr Weber (IG BCE), meine sehr verehrten Damen und Herren,
 

ich bedanke mich sehr herzlich für die Einladung, heute ein Grußwort an Sie richten zu dürfen. Das Bundesministerium für Gesundheit schätzt die Initiative Diabetes@Work sehr. Deshalb hat Herr Minister Gröhe die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Auch von Seiten des Herrn Ministers darf ich Ihnen herzliche Grüße ausrichten.
 

Die Initiative Diabetes@Work trägt heute zu diesem Hauptstadtevent ihre gesammelten Erfahrungen aus zwei Jahren Information und Austausch zwischen Unternehmen, Krankenkassen, Betriebsärzten, Gewerkschaften und vielen weiteren Akteuren aus den Ländern zusammen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse und auf die Perspektiven, die sich daraus für die Beschäftigten mit chronischen Erkrankungen wie dem Diabetes mellitus bzw. mit einem entsprechenden Risiko für diese Erkrankungen ergeben.
 

Aus den Daten des kontinuierlichen Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Institut wissen wir: Über alle Altersgruppen hinweg sind derzeit fast 7 Millionen Menschen in Deutschland an einem bekannten oder unerkannten – also bisher nicht diagnostizierten – Diabetes mellitus erkrankt. Die Dunkelziffer ist immer noch hoch und Risikofaktoren für die Entstehung eines Diabetes sind weit verbreitet, ebenso wie schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen.
 

Insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung ist in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg der Diabeteserkrankungen zu rechnen. Dabei ist ein Trend erkennbar: Die Erkrankung, die im Volksmund auch als „Alterskrankheit“ bezeichnet wird, trifft häufig auch jüngere Menschen im berufsfähigen Alter.
 

Diabetes mellitus ist daher eine große bevölkerungsmedizinische und volkswirtschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Dazu gehören die Bereiche

  • Primärprävention,
  • Früherkennung bzw. Sekundärprävention und
  • Versorgung, die die Tertiärprävention zur Vermeidung schwerwiegender Folgekomplikationen beinhaltet.

Die gute Nachricht ist, dass bei Diabetes mellitus Präventionsanstrengungen erfolgreich sein können. Durch lebensstilbezogene Maßnahmen wie ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Reduktion von Übergewicht, kann

  • die Entstehung eines Diabetes mellitus oftmals verhindert oder zumindest hinausgezögert werden (Primärprävention).
  • Bei vielen Typ-2-Diabetikern kann die Erkrankung in einem frühen Stadium aber auch behandelt werden (Sekundärprävention), so dass eine medikamentöse Therapie erst bei Fortschreiten der Erkrankung erforderlich wird.
  • Und schließlich kann ein gesundheitsförderliches Verhalten auch zur Reduktion des Risikos für die schweren Folgeerkrankungen beitragen (Tertiärprävention).

Krankheiten vermeiden und Gesundheit stärken – das ist auch die Kernidee des Präventionsgesetzes, das im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Gesundheitsförderung und Prävention sind dabei so gestaltet worden, dass sie zur Verminderung chronischer, lebensstilbedingter Krankheiten und in der Folge zu einer Gesundheitsstärkung und der Gewinnung von mehr gesunden Lebensjahren beitragen können.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Gesetz auf Einflussnahme in den Lebenswelten. Überall dort, wo Menschen leben, spielen, lernen und arbeiten, soll Gesundheit gestärkt werden. Also in den Kitas, Schulen, Kommunen, Pflegeheimen und am Arbeitsplatz.
 

So sehe ich bei der Initiative Diabetes@Work auch ganz konkrete Anknüpfungspunkte zum Präventionsgesetz. Ein Punkt ist das Ziel der Vermeidung chronischer, lebensstilbedingter Erkrankungen, wozu auch Diabetes mellitus gehört. Ein zweiter Punkt ist die Motivation und Ansprache der Menschen direkt in ihrem Lebensumfeld. In diesem Fall am Arbeitsplatz. Hier erreichen wir die Hälfte der Bevölkerung.
 

Das Präventionsgesetz sieht ganz bewusst kein spezifisches Präventionsprogramm zu einzelnen Krankheitsbildern wie etwa Diabetes vor. Vielmehr wird mit der Weiterentwicklung von Leistungen der Krankenkassen zur verhaltensbezogenen Prävention und zur Gesundheitsförderung in Lebenswelten ein interdisziplinärer und krankheitsübergreifender Ansatz verfolgt. Dieser Ansatz hilft, Erkrankungen zu verhüten, indem Belastungen gemindert und die individuellen Möglichkeiten erhöht werden, Risiken zu vermeiden und sie besser zu bewältigen.
 

Für die Gesundheit bedeutsame Risiken sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, dauerhafter Stress, Rauchen und Alkoholkonsum. Die Vermeidung dieser Risikofaktoren wirkt gleich einer ganzen Reihe anderer chronischer Krankheiten entgegen. Vielleicht haben Sie in Ihrem Projekt auch die Erfahrung gemacht, dass Ihre eingesetzten Präventionsmaßnahmen nicht nur bei Diabetes, sondern bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und sogar bei psychischen Erkrankungen helfen, diese zu vermeiden.
 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
viele Unternehmen stehen gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor großen Herausforderungen, die mit dem Anstieg chronischer Erkrankungen, den veränderten Arbeitsbedingungen oder einer älter werdenden Gesellschaft einhergehen: zunehmende Arbeitsdichte, ständige Erreichbarkeit, Fachkräftemangel oder krankheitsbedingte Fehlzeiten.
 

Eine Erkrankung wie Diabetes mellitus geht in der Regel mit weiteren Folgeerkrankungen und Beschwerden einher und kann sich auch auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Umso wichtiger ist es, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu fördern und zu erhalten und möglichst früh Risiken zu erkennen.
 

Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Unternehmen, die sich um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern, werden doppelt belohnt: Zum einen mit gesunden, motivierten und leistungsfähigen Beschäftigten. Und zum anderen mit weniger krankheitsbedingten Fehlzeiten, weniger Fluktuation und einem guten Image als Arbeitgeber. All‘ dies sind Faktoren, die auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken.
 

Die Initiative Diabetes@Work war bei den Unternehmen vor Ort. Im Dialog mit Bundes- und Landespolitikern, Gewerkschaften, Krankenkassen, Fachgesellschaften wurden erfolgreiche Modelle der betrieblichen Gesundheitsförderung erprobt und ihre Übertragbarkeit auf andere Unternehmen erörtert.
 

Die Partner der Initiative – der BKK Dachverband, der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und Lilly Deutschland bringen dabei ganz unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen und damit ihre besonderen Expertisen mit ein. Die Zusammenarbeit dieser verschiedenen Partner hat einen überaus erfolgreichen Weg eingeschlagen.
 

Viele Unternehmen haben erkannt, dass es sich lohnt, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren. Deutlich wird aber auch gesagt, dass die Unternehmen dafür noch mehr Unterstützung brauchen.
 

Diese Erfahrung teile ich: Obwohl von einem gesunden Arbeiten alle profitieren und dessen gesundheitlicher Nutzen belegt ist, hat die betriebliche Gesundheitsförderung noch erhebliches Entwicklungspotenzial. Deshalb haben wir sie zu einem Schwerpunkt unseres Präventionsgesetzes gemacht und ihr mit den getroffenen Regelungen einen guten Weg bereitet:
 

So wollen wir, dass noch mehr kleine und mittlere Unternehmen die betriebliche Gesundheitsförderung in ihren Strukturen verankern. Im Vergleich zu großen Unternehmen und Konzernen fehlt es ihnen häufig an personellen und finanziellen Möglichkeiten zu deren Umsetzung. Aus diesem Grund haben wir im Präventionsgesetz der Förderung eines gesunden Arbeitens insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben einen besonderen Stellenwert eingeräumt – indem wir die Krankenkassen zu den Unternehmen bringen, wenn Sie so wollen, „frei Haus“, weil es über die regionalen Koordinierungsstellen einen direkten Draht zu den Unternehmern, auch den Handwerkern und kleinen Dienstleistern geben soll.
 

Weiter wollen wir die betriebliche Gesundheitsförderung stärker mit dem Arbeitsschutz verzahnen, denn hier lassen sich wertvolle Synergieeffekte erzielen. Die Betriebsärzte nehmen dabei eine Schlüsselfunktion ein. Um die Kompetenz der Betriebsärzte besser zu nutzen, sind sie zukünftig bei der Konzeption und Durchführung von Gesundheitsförderungs-maßnahmen im Betrieb stets zu beteiligen. Betriebsärzte können aufgrund ihrer Nähe zu den Beschäftigten auch eine Steigerung der Impfquoten unterstützen.
 

Darüber hinaus können Krankenkassen in Ergänzung zur vertragsärztlichen Versorgung mit den Betriebsärzten Verträge über die Durchführung von Gesundheitsuntersuchungen schließen. Ziel dieser Öffnungsklausel ist es, den Erwerbstätigen einen niedrigschwelligen Zugang zu Gesundheitsuntersuchungen zu ermöglichen. Diejenigen sollen angesprochen werden, die nur selten einen Arzt aufsuchen. Damit kann gezielt auch zur Prävention von Diabetes beigetragen oder ein Diabetes frühzeitig erkannt werden. Die Betriebsärzte können bei festgestellten Risiken, z. B. Übergewicht, präventionsorientiert beraten und eine Präventionsempfehlung ausstellen.
 

Die Krankenkassen sind seit vielen Jahren wichtige Partner für Unternehmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Und ihr Engagement ist weiter ausbaufähig. Es lag im Jahr 2015 bei insgesamt 76 Millionen Euro. Ab diesem Jahr sollen ihre Ausgaben in der betrieblichen Gesundheitsförderung deshalb verdoppelt werden.
 

Das sind die Schwerpunkte, die wir uns im Präventionsgesetz mit der Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung vorgenommen haben. Viele dieser Aspekte werden schon in Projekten der Initiative Diabetes@Work aufgegriffen.
 

Ein zentraler Baustein unserer Maßnahmen zur Diabetesbekämpfung ist der Aufbau der Nationalen Diabetes-Surveillance am Robert Koch-Institut. Dieses „Überwachungssystem“ soll eine zuverlässige Datengrundlage zur Häufigkeit und Verteilung dieser Erkrankung, ihrer Risikofaktoren, aber auch zur Versorgungssituation einschließlich etwaiger Folgeerkrankungen bieten. Denn damit Prävention und Versorgung des Diabetes adäquat, bedarfsgerecht und zielgruppenorientiert gestaltet werden können, wird eine verlässliche und aussagekräftige Datengrundlage benötigt. Die Diabetes-Surveillance soll somit vor allem den gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern zur Versorgungssteuerung dienen.
 

Ein weiteres zentrales Vorhaben ist die Entwicklung einer Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie zu Diabetes, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchführen wird. Die Aufklärungsstrategie soll sich an Betroffene, an Risikogruppen, aber auch an die Allgemeinbevölkerung richten und alle Phasen der Erkrankung, also Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention beinhalten.
 

Ziel ist es, das Wissen über die Erkrankung zu verbessern, um somit einen präventiven Lebensstil zu fördern, zu einem besseren Diabetes-Management beizutragen und Stigmatisierung abzubauen – alles Ziele, die sicherlich auch im Rahmen der betrieblichen Diabetes-Prävention eine Rolle spielen.
 

Ich bin zuversichtlich, dass wir mit den begonnenen Maßnahmen in den kommenden Jahren wesentliche Fortschritte im Kampf gegen Diabetes erzielen werden. Die Förderung und Sicherstellung der Gesundheit der Mitarbeiter ist kein Luxus, sondern eine notwendige Investition in die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens!
 

Ich wünsche Ihnen eine interessante Tagung und einen regen Austausch sowie viele neue und wegweisende Erkenntnisse. Lassen Sie sich inspirieren! Ich hoffe und wünsche mir, dass sich noch viele weitere Unternehmen und Akteure der Initiative anschließen.
 

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

PRESSEMITTEILUNG ZUM HAUPTSTADTEVENT

DIABETES@WORK HAUPTSTADTEVENT – INITIATIVE ZEIGEN FÜR EINE GESUNDE ARBEITSWELT

DIE INITIATVE „DIABETES@WORK“ DISKUTIERT MIT VERTRETERN AUS POLITIK AM 22. NOVEMBER 2016 IN BERLIN DEN UMGANG MIT CHRONISCHEN ERKRANKUNGEN AM ARBEITSPLATZ UND STELLT ERFOLGSMODELLE VOR

Berlin, 22.11.2016 – Diabetes ist die zentrale Herausforderung in der Arbeitswelt, so ein Zwischenfazit der Initiative Diabetes@Work. Laut Weltgesundheitsorganisation leiden in Deutschland mehr als 7,5 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 – Tendenz steigend. Dabei ist ein Trend erkennbar: Was im Volksmund als „Alterskrankheit“ bezeichnet wird, trifft immer häufiger Menschen im berufsfähigen Alter. Eine ernstzunehmende Entwicklung für Unternehmen, die ein Risiko für die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darstellt.

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Gesundheit Hermann Gröhe diskutiert die Initiative Diabetes@Work daher auf ihrem Hauptstadtevent mit Gesundheitspolitikern der Bundestagsfraktionen das Thema Prävention und Kuration von chronischen Erkrankungen in der Arbeitswelt. Wie kann die Prävention von und das Leben mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes am Arbeitsplatz gelingen? Wie schaffen es Unternehmen ihren Mitarbeitern passende Gesundheitsangebote zu unterbreiten und wie können sie dabei von Politik und Fachwelt bestmöglich unterstützt werden? Im Dialog mit Bundespolitikern, Gewerkschaften, Krankenkassen und Fachgesellschaften setzt die Initiative bei der Diskussionsveranstaltung Impulse für eine bessere Versorgung chronisch Kranker am Arbeitsplatz - insbesondere für Menschen mit Diabetes.

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte ist neben der IG BCE Hessen-Thüringen, dem Dachverband der Betriebskrankenkassen und Lilly Deutschland Partner der Initiative. Verbandspräsident Dr. Wolfgang Panter betont: „Nach dem Präventionsgesetz braucht Deutschland eine tragfähige Diabetesstrategie, um die Versorgung von Menschen mit Diabetes in ihrem Lebensumfeld zu stärken. Diese von der Fachwelt seit langem geforderte Strategie muss die Grundlage für bundesweite Aufklärung und regionale Versorgungspläne bilden.“

Volker Weber, Landesbezirksleiter der IG BCE Hessen-Thüringen unterstreicht die Relevanz von Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz: „Unternehmen müssen Verantwortung für die Gesundheit ihrer Angestellten übernehmen und betriebliches Gesundheitsmanagement als Führungsaufgabe begreifen. Frühzeitige Maßnahmen helfen, chronischen Erkrankungen wie Diabetes vorzubeugen.“

Viele Unternehmen haben erkannt, dass es sich lohnt, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren, jedoch ist dafür Unterstützung seitens der Politik gefragt. „Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, sich aktiv für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer einzusetzen. Die Politik muss hier besser unterstützen, z.B. durch mehr Anreize für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen“, erläutert Franz Knieps, Vorstand des Dachverbands der Betriebskassen, eine der Kernforderungen der Initiative.

Prof. Dr. Beate Kretschmer verantwortet Lillys gesamtgesellschaftliches Engagement rund um Diabetes in Deutschland. Als Partner der Initiative sei es dem Unternehmen wichtig, Aufklärung und Information zur Prävention und zum Umgang mit Diabetes voranzutreiben und eine bestmögliche Versorgung für Menschen mit Diabetes zu gewährleisten. „Versorgungsstrukturen lassen sich insbesondere durch den Aufbau regionaler Netzwerke stärken,“ so Kretschmer.

Das Hauptstadtevent ist die fünfte Veranstaltung der Initiative Diabetes@Work, bei der bisherige Erfahrungswerte vorgestellt und diskutiert werden. Zuvor war die Initiative zu Gast bei der Fraport AG in Frankfurt am Main, der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH in Duisburg, der ContiTech AG in Erfurt sowie der Siemens AG in München. Bei den Unternehmen wurden „Best Practices“ für den Umgang mit chronischen Erkrankungen am Arbeitsplatz und von erfolgreichen Modellen der betrieblichen Gesundheitsförderung gesammelt. Bei Diskussionsrunden vor Ort wurden diese Beispiele sowie Kooperationen mit Krankenkassen, niedergelassenen Ärzten und weiteren Akteuren präsentiert. Im Austausch mit Landes- und Bundespolitikern diskutierte die Initiative zudem notwendige Rahmenbedingungen für erfolgreiche Prävention und Kuration in der Arbeitswelt.

Über die Initiative „Diabetes@Work“

Die Initiative „Diabetes@Work“ ist ein Zusammenschluss der Partner IG BCE Hessen-Thüringen, BKK-Dachverband, Verband der Betriebs- und Werksärzte und Lilly Deutschland. Gemeinsames Ziel ist es, Politik und Öffentlichkeit für das Risiko von chronischen Erkrankungen, speziell dem Diabetes, zu sensibilisieren, die Folgen für Arbeitnehmer, Unternehmen und Gesellschaft aufzuzeigen und den Austausch anhand von betrieblichen „Best Practice-Beispielen“ zu fördern.

Programm Moderation: Lisa Braun, Presseagentur Gesundheit
Ab 13.00 Uhr Empfang bei Snacks und Getränken
14.00 Uhr Begrüßung zur Veranstaltung
  • Janina Kugel, Mitglied im Vorstand und Arbeitsdirektorin der Siemens AG
  • Dr. Gerd Kräh, Director Government Affairs Lilly Deutschland/Diabetes@Work
14.20 Uhr Keynote von Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, über die Rolle von Unternehmen bei Prävention und Gesundheit am Arbeitsplatz in Bayern
14.40 Uhr Praxiseinblick: Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Siemens AG
  • Dr. Ralf Franke, Corporate Vice President, Corporate Medical Director & Head of Environmental Protection, Health Management and Safety
  • Alf van de Wetering, Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG
15.00 Uhr Impulsgespräch: Umgang mit chronischen Erkrankungen am Arbeitsplatz – Eine Netzwerkaufgabe
  • Prof. Dr. Rüdiger Landgraf, Bevollmächtigter des Vorstands der Deutschen Diabetes-Stiftung
  • - Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender Siemens Betriebskrankenkasse
15.15 Uhr Politischer Dialog: Diabetes und andere chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt – Was kann und muss Politik tun?
  • Erich Irlstorfer MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Ulrich Leiner MdL, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
  • Martina Stamm-Fibich MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die SPD-Bundestagsfraktion
  • Anne-Kathrin Klemm, Abteilungsleiterin Politik des BKK Dachverbands
  • Seppel Kraus, Landesbezirksleiter der IG BCE Bayern
  • Prof. Dr. Beate Kretschmer, Leiterin Gesundheitspolitik Lilly Deutschland
  • Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des VDBW
Ab 16.30 Uhr Get Together

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung Bild- und Filmaufnahmen gemacht werden. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung auf der Webseite der Initiative Diabetes@Work www.diabetesatwork.de einverstanden.

PROGRAMM ZUR VERANSTALTUNG

„Diabetes@Work – Initiative zeigen für eine gesunde Arbeitswelt!“
Hauptstadtevent unter der Schirmherrschaft von Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit
 

22. November 2016
18.00 bis ca. 21.00 Uhr (Empfang ab 17.00 Uhr)
Reinhardtstraßenhöfe (Atrium), Reinhardtstraße 14, 10117 Berlin

Programm Moderation: Andrea Ballschuh, TV-Moderatorin
Ab 17.00 Uhr Empfang und Rahmenprogramm mit Information über betriebliche Gesundheitsangebote
18.00 Uhr Begrüßung zur Veranstaltung mit Vorstellung der Initiative Diabetes@Work durch Dr. Gerd Kräh, Director Government Affairs Lilly Deutschland/Diabetes@Work
18.10 Uhr Grußwort von Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz – Rück- und Ausblick auf gesundheitsfördernde Gesetzesinitiativen
18.30 Uhr Keynote von Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Chronische Krankheiten am Arbeitsplatz – Herausforderungen und Perspektiven aus bundespolitischer Sicht
18.50 Uhr Diabetes@Work vor Ort: Filmvorstellung mit Erfahrungen und Best Practices aus vier Länderstationen
19.05 Uhr

Diabetes@Work trifft Politik: Diabetes und chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt – Was kann und muss die Bundespolitik nun tun?

  • Maria Michalk, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Kordula Schulz-Asche, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion
  • Martina Stamm-Fibich, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die SPD-Bundestagsfraktion
  • Birgit Wöllert, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die DIE LINKE-Bundestagsfraktion
  • Franz Knieps, Vorstand BKK Dachverband/Diabetes@Work
  • Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident VDBW/Diabetes@Work
  • Volker Weber, Vorsitzender IG BCE Hessen-Thüringen/Diabetes@Work
20.30 Uhr Ausblick von Dr. Gerd Kräh: Diabetes@Work, quo vadis?
Im Anschluss Get Together

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung Bildaufnahmen gemacht werden. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung auf der Webseite der Initiative Diabetes@Work www.diabetesatwork.de einverstanden.

HAUPTSTADTEVENT BERLIN

Der Anstieg chronischer Erkrankungen sowie der demografische Wandel stellen Unternehmen, die auf gesunde (und leistungsfähige) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen, vor eine große Herausforderung. Um in einer immer komplexeren Arbeitswelt mit unterschiedlichen Arbeitsplatzanforderungen wettbewerbsfähig bleiben zu können, muss die Beschäftigungsfähigkeit gewährleistet sein. Aber wie engagieren sich Betriebe für die Gesunderhaltung der eigenen Belegschaft? Wie motivieren sie die Beschäftigten zur Gesundheit unmittelbar am Arbeitsplatz?
 

Die Initiative Diabetes@Work war bei Unternehmen vor Ort, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Im Dialog mit Bundes- und Landespolitikern, Gewerkschaften, Krankenkassen und Fachgesellschaften wurden Best Practices der betrieblichen Gesundheitsförderung diskutiert. Klar ist: In den Betrieben passiert viel. Unternehmen haben erkannt, dass es sich lohnt, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren. Klar ist aber auch: Unternehmen brauchen Unterstützung – und zwar von der Bundespolitik.
 

Die Initiative Diabetes@Work trägt die gesammelten Erfahrungswerte aus den Bundesländern im November nach Berlin. Gemeinsam mit Vertretern der Bundestagsparteien und Ihnen möchten wir Impulse für die nächsten rahmengebenden politischen Initiativen setzen. Nach dem Präventionsgesetz aus dem Sommer 2015 braucht Deutschland jetzt eine tragfähige Diabetesstrategie, um die Versorgung von Menschen mit Diabetes in ihrem individuellen Lebensumfeld zu stärken.
 

Wir würden uns freuen, Sie am 22. November bei unserem Hauptstadtevent begrüßen zu dürfen. Um Zu- oder Absage an info@diabetesatwork.de wird gebeten.

Programm Moderation: Andrea Ballschuh, TV-Moderatorin
Ab 17.00 Uhr Empfang und Rahmenprogramm mit Information über betriebliche Gesundheitsangebote
18.00 Uhr Begrüßung zur Veranstaltung mit Vorstellung der Initiative Diabetes@Work durch Dr. Gerd Kräh, Director Government Affairs Lilly Deutschland/Diabetes@Work
18.10 Uhr Grußwort von Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz – Rück- und Ausblick auf gesundheitsfördernde Gesetzesinitiativen
18.30 Uhr Keynote von Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales: Chronische Krankheiten am Arbeitsplatz – Herausforderungen und Perspektiven aus bundespolitischer Sicht
18.50 Uhr Diabetes@Work vor Ort: Filmvorstellung mit Erfahrungen und Best Practices aus vier Länderstationen
19.05 Uhr

Diabetes@Work trifft Politik: Diabetes und chronische Erkrankungen in der Arbeitswelt – Was kann und muss die Bundespolitik nun tun?

  • Maria Michalk, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Kordula Schulz-Asche, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion
  • Martina Stamm-Fibich, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die SPD-Bundestagsfraktion
  • Birgit Wöllert, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit für die DIE LINKE-Bundestagsfraktion
  • Franz Knieps, Vorstand BKK Dachverband/Diabetes@Work
  • Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident VDBW/Diabetes@Work
  • Volker Weber, Vorsitzender IG BCE Hessen-Thüringen/Diabetes@Work
20.30 Uhr Ausblick von Dr. Gerd Kräh: Diabetes@Work, quo vadis?
Im Anschluss Get Together

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung Bildaufnahmen gemacht werden. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit deren Veröffentlichung auf der Webseite der Initiative Diabetes@Work www.diabetesatwork.de einverstanden.